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Geschichte der Rettungshunde

Erst seit dem 17. Jahrhundert wurden Hunde von Mönchen im Kloster auf dem Großen Sankt Bernhard eingesetzt, um den Weg zum Kloster zu finden. Einigen Berichten zu Folge führten die Hunde verirrte oder im Schnee verschüttete Menschen zum Kloster und retteten ihnen damit das Leben. Einer der Bekanntesten  ist wohl ein Hund namens Barry. Zwischen 1800 und 1812 soll er auf diese Weise über 40 Menschen das Leben gerettet haben. Dies stellte jedoch eine Ausnahme dar, erst der Krieg gab Anstoß für weitere Entwicklungen.

Ab 1885 machte sich die deutsche Armee Gedanken über den Einsatz von Hunden. Zunächst wurden sie als Melder und zum Transport von Munition eingesetzt, später auch zum Aufspüren  verwundeter Soldaten. Zu Beginn des 1. Weltkrieges gab es lediglich rund 20 Sanitätshunde. Im Verlauf stieg die Anzahl auf rund 30.000  an. Im 2. Weltkrieg schließlich, stieg der Bedarf an Sanitäts-, Melde-, und Wachhunden auf 200.000 an.

Die Ausbildung der Sanitätshunde erfolgte zunächst auf freiwilliger Basis. Privatleute übernahmen die Verantwortung der Ausbildung, die Kosten für Unterhalt wurden von der Armee getragen. Vorrangig wurden die Hunde im Bereich der Flächensuche, sprich das Aufspüren von verwundeten Soldaten und in der Lawinensuche eingesetzt. In den letzten Kriegsjahren entwickelte sich eher zufällig der Trümmerhund. Es wurde wiederholt beobachtet, wie Hunde unter den Trümmern zerbombter Häuser Menschen aufspürten. Im  Jahr 1944 retteten allein 4 Hunde ohne spezielle Trümmerausbildung 35 Menschen das Leben.

Nach dem 2. Weltkrieg war der Bundesluftschutzverband zuständig für die Ausbildung von Rettungshunden. Durch Umstrukturierung kam es 1968 zum vorläufigen Ende der Rettungshundeausbildung. Seither entwickelte sich ein Bewusstsein für Rettungshunde als wertvolles Hilfsmittel bei der Ortung vermisster und verschütteter Personen bei Bränden, Flugzeugabstürzen, Erdbeben und Zugunglücken.

Bei den zuständigen Behörden herrschte dennoch eine gewisse Technikgläubigkeit vor, man glaubte, mit Ortungsgeräten wesentlich effektiver arbeiten zu können. Auf privater Basis wurden weiterhin Rettungshunde ausgebildet und es bildeten sich Rettungshundestaffeln, die sich Hilfsorganisationen anschlossen.