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Rettungshundestaffel
DRK-Ortsverein Friedberg - Wöllstadt
Homburger Straße 26
61169 Friedberg 
Telefon 06031 6000-0
Fax 06031 6000-355

rettungshunde@drk-friedberg.de

Rettungshundearbeit

 

 

Einsatzbereiche unserer Rettungshunde

Die Rettungshundestaffel Friedberg wird primär im Wetteraukreis und im Hochtaunuskreis eingesetzt. Aber auch die Unterstützung in anderen Landkreisen ist üblich.

Ein Einsatz ist immer kostenlos und erfolgt über die Zentrale Leitstelle Wetterau.

Im Einsatz kann ein Rettungshundeteam innerhalb von 20 Minuten eine Fläche von ca. 5 Fußballfeldern flächendeckend absuchen. Für die gleiche Fläche würde eine Suchkette von 50 Personen benötigt und einiges mehr an Zeit.

Aufgrund ihrer hervorragenden Nase können Hunde den Geruch eines beliebigen Menschen schon auf große Distanzen, bei gutem Wind auf ca. 150m, wahrnehmen.

Unsere Hunde werden alle im Bereich der Flächensuche ausgebildet. Sie suchen in Wald, Feld und Flur nach menschlicher Witterung. Die Hunde arbeiten dabei frei, d.h. ohne Leine. Zu ihrer Sicherheit tragen sie dabei jedoch eine Kenndecke mit dem Organisationslogo.

Hat der Hund die vermisste Person aufgespürt, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten seinen Hundeführer über den Fund zu informieren:

Verbeller: Der Hund lernt, bei der vermissten Person zu verweilen und seinen Standort durch lautstarkes, anhaltendes Bellen kund zu tun.

Freiverweiser: Nach dem Auffinden der Person, kehrt der Hund zu seinem Hundeführer zurück. Ein zuvor antrainiertes Verhalten dient als Signal des Fundes. Der Hund kann den Hundeführer nun an der Leine zum Fundort der Person führen oder er pendelt stetig zwischen beiden hin und her bis der Hundeführer bei der Person eintrifft.

Bringsler: Der Bringsler arbeitet ähnlich dem Freiverweiser. Jedoch nimmt er nach dem Fund der Person ein sog. "Bringsel" (kleines Stück Leder) in den Fang und zeigt dem Hundeführer somit seinen Fund an. Auch hier gibt es die Möglichkeit des Rückführens mittels Leine oder durch das Pendeln.

Neben den Flächensuchhunden gibt es weitere Einsatzbereiche, die wir in Friedberg im Moment nicht ausbilden.

 

Trümmersuchhunde:

Nach Gebäudeexplosionen oder Erdbeben kommen speziell trainierte Trümmersuchhunde mit ihrem Hundeführer zum Einsatz. Diese Arbeit ist an enorme Fähigkeiten gekoppelt und birgt ein unglaubliches Risiko für Mensch und Tier.

Die Hunde müssen einsturzgefährdete Gebiete selbstständig und in der Regel ohne die Hilfe ihres Hundeführers absuchen, denn dieser darf das Areal nicht betreten.

Mantrailing:

Eine in Deutschland noch relativ junge Suchform. Der Hund lernt hier anhand eines Geruchsgegenstandes einer bestimmten Person zu folgen. Diese Hunde laufen stets an einer langen Leine und sind nach sorgfältiger Ausbildung in der Lage, eine Person quer durch die Stadt zu verfolgen.

Weitere Einsatzbereiche für Hunde:

Lawinensuche

Wasserortung

Wasserrettung

Unabhängig von dem Einsatzbereich durchlaufen alle Hunde eine aufwendige Ausbildung und müssen sich regelmäßig Prüfungen unterziehen, die ihre Einsatzfähigkeit testen.

Welche Voraussetzungen Hunde und Menschen für diese Arbeit mitbringen müssen und wie die Ausbildung aussehen kann, können Sie unter der Rubrik "Ausbildung des Hundes" und "Ausbildung des Menschen" erfahren.

Geschichte der Rettungshunde

Erst seit dem 17. Jahrhundert wurden Hunde von Mönchen im Kloster auf dem Großen Sankt Bernhard eingesetzt, um den Weg zum Kloster zu finden. Einigen Berichten zu Folge führten die Hunde verirrte oder im Schnee verschüttete Menschen zum Kloster und retteten ihnen damit das Leben. Einer der Bekanntesten  ist wohl ein Hund namens Barry. Zwischen 1800 und 1812 soll er auf diese Weise über 40 Menschen das Leben gerettet haben.

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